20. Februar 2010

Richmodstraße

Langsam habe ich mir die Nerdbrillen übergesehen, aber dieses sympathische Pärchen musste ich unbedingt ansprechen, da sie Harmonie ausstrahlten- nicht nur bei der Kleidungswahl. Nina studiert International Business und Daniel ist Koch. Gerade kamen die beiden vom "Sonia Rykiel für H+M"-Shoppen, die Einkaufstüten stehen neben dem Bild und Ninas Mutter darf sich über Geschenke freuen!
(This couple was just shopping "Sonia Rykiel pour H+M". Nina is studying International Business and Daniel works as a cook.)






Kommentare:

Nina/Daniel hat gesagt…

Ein Grund warum ich meine einst heißgeliebte Wayfarer in letzter Zeit sehr oft durch Kontaktlinsen ersetze...Hat uns gefreut :)

Nina hat gesagt…

hat mich auch gefreut! Ja, Du hast ja auch gefragt, ob Du die Brille abnehmen sollst, aber ich finde, sie steht Dir!

Monika Poppy hat gesagt…

cool


xx

LOVE FROM M POPPY
LIVIGN IT UP IN LONDON TOWN
Quirky!

Anna hat gesagt…

...es ist ja auch blöd, etwas nur NICHT mehr zu tragen, weil es viele tragen - auch, wenn man es vorher schon hatte. Genauso blöd, wie etwas nur zu tragen, WEIL es viele tragen. Einfach das tragen, worauf man Lust hat :)
Ich finde die Brille auch sehr cool und empfehle in diesem Zusammenhang immer gerne meinen Lieblingsbrillenladen KRASS!

DonnaRomina hat gesagt…

Total stylish die beiden ;)

spoozyliciouzz hat gesagt…

Ein schönes Pärchen...sehr gut.

KingG hat gesagt…

Mir gefällt der Blick von ihr ;-)

Cecylia hat gesagt…

Great looking couple!

Nina hat gesagt…

Thanks everybody!

@Anna: "Einfach das tragen, worauf man Lust hast" finde ich sehr gut, aber merke an mir selbst, wie schwer das oft fällt. Manchmal möchte ich mich gern ausgefallen kleiden (ich denke da an Susie Bubble) aber gleichzeitig nicht auffallen. Schade, dass man mit etwas Farbe oder gewagten Schnitten schnell wie jemand wirkt, der unbedingt ins Rampenlicht möchte. Manchmal spiele ich gedanklich durch, was ich wohl anziehen würde, gäbe es keine anderen Menschen, bzw. deren Blicke ;O)

smilla hat gesagt…

Ich finde nicht,daß Menschen in auffälligen Farben und Schnitten gekleidet so wirken als wollten sie unbedingt im Rampenlicht stehen. Das kann zwar mal so sein, aber oft findet die eigene Persönlichkeit eben so ihre Entsprechung. Dann; was wäre am auffallen so schlecht, Rampenlicht ist so wertend. Das muss ja nicht so sein.
Ich habe schon ein paar mal die Erfahrung gemacht, daß ich sehr auffällig gekleidetet Menschen fotografieren wollte, und gerade die nicht "gesehen" werden wollten. Eine meinte, daß sie so oft auf ihr Äußeres, ihre Kleidung, angesprochen wird, daß es ihr einfach zu viel ist oft. Sie hat sich über mein Kompliment gefreut, aber eigentlich wollte sie ihre Ruhe. Und trotzdem tragen was sie will. Ich versteh das.

KLASSIKer hat gesagt…

Hallo Nina,

wieder mal ein großes Kompliment von einem modebegeisterten Mit-Kölner!
Die Frage, die hier diskutiert wird, finde ich sehr interessant, denn mir geht es auch manchmal so, dass ich mich morgens frage: "Zieh ich mich jetzt so an, worauf ich Lust habe, oder riskiere ich damit wieder mal - gerade als Mann - dass ich auffalle und häufig angestart werde?" Das macht mir oft nichts aus, manchmal habe ich darauf aber keine Lust und dann überlege ich mir zweimal, ob ich was Auffälliges anziehe oder nicht. Klingt blöd, ich sollte nicht so denken, aber wie ich hier lese, geht es anderen auch ab und an so - beruhigend... :-)

Jose hat gesagt…

In Zeiten, in denen ein Großteil der Menschen nur noch bei den großen "Mode-Playern" (H&M, Mango, Zara) einkauft und so jegliche Individualität (und damit die Möglichkeit eines eigenen Stils) im Keim erstickt, ist eben derjenige, der etwas auffälligeres trägt, der Einäugige unter den Blinden.

In Stockholm steckte ich mir die Röhre in die schweren Winterboots - hier bei mir in der Stadt mache ich es nicht, die Leute sind da eher geschockt.

Nachdem ich dann in der Stadt den Satz hörte: "Zuletzt sah ich Hosen in den Stiefeln, als die Nazis noch über die Straßen maschierten", dachte ich mir, dass mir meine Individualität sooo wichtig auch nicht ist, dass ich mich auf offener Straße beschimpfen lasse.

Anna hat gesagt…

Das ganze ist natürlich immer eine Gratwanderung zwischen Selbstbewußtsein zeigen, sich einfach so anzuziehen, wie man sich an dem Tag gerade fühlt oder es nicht zu tun, weil man die ewigen Kommentare satt ist. Kann ich gut nachvollziehen. Früher habe ich in der Schule auf Teufel komm raus einfach das getragen, worauf ich Lust hatte (gelb-karierte Hose, Blümchen und lila Glitzer-Docs, verschiedenen Prints auf Shirts, pinke Haare, grüne Strähnen, etc), heute überlege ich auch manchmal, ob ich lieber die "Standard-Brille" anziehe oder die auffälligere weiße oder rote. Manchmal fühlt man sich einfach nicht danach, ständig angeglotzt und angesprochen zu werden (was eben passiert, wenn man auffällig gekleidet ist). Verständlich. Wichtig hierbei finde ich allerdings, dass man sich dabei nicht zu sehr verstellt und die Klamotten, die man eigentlich tragen möchte, nur zu Hause vorm Spiegel anprobiert, draußen aber doch zu massentauglicher Ware greift.
Dabei fällt mir ein: Heute könnten die pinken Schuhe mal wieder rausgeholt werden :)

Nina hat gesagt…

Liebe Leute, ich freue mich über die rege Diskussion an dieser Stelle! Noch mal zu mir: ich habe eine Sammlung der tollsten Hüte Daheim, muss aber schon einen sehr guten Tag haben, damit ich sie selbstbewusst spazieren führe. Es ist doch toll, wie die Kleidung, die oft als Oberflächliches verschrien wird, dann zum Nachdenken anregt: "warum ziehe ich das jetzt nicht an?", "was gefällt mir an dem Stück?", "bin das ich darin?", "ist das zu sexy?", "ist jenes zu langweilig?" und "hält das überhaupt warm?" ;O)

@KLASSIKer: interessanter Aspekt, dass das auch ein "männliches" Problem ist. Vielleicht haben es die Männer in anderen Ländern (wie Schweden, was Jose erzählt) leichter, weniger aufzufallen ;O)

@Jose: gruselig, diese Menschen die alles auf den Nationalsozialismus beziehen müssen, aber genau hier darf man dann keinen Rückzieher machen, oder? Ein richtige Beleidigung wegen der eigenen Kleidung hören zu müssen ist aber natürlich schon krass.

Nina hat gesagt…

@Anna: yeahr, pink shoes are made for kicking the winter away! Kann man denn mal Fotos sehen und von den Brillen gleich mit?

Anna hat gesagt…

Ich werde mal ein paar Fotos von den guten Stücken machen! :)

maria magdalena hat gesagt…

die rolle des "opfers", in die sich viele kommentare begeben, wenn sie sich darüber beschweren, dass sie bei ausgefallener bekleidung ja so angestarrt würden, bleibt mir unverständlich. implizit wird damit gefordert, dass es besser wäre, wenn alle menschen mit ganz auffälliger und ungewöhnlicher kleidung durch die straßen laufen würden, womit sich das prinzip des ausgefallenen von selbst aufheben würde. im gleichen atemzug wird allerdings auf die alles gleichmachende "mode der massen" geschimpft - aber genau das würde sich einstellen, wenn niemand mehr auffallen wollte.

es ist doch längst bekannt und kein grund zur klage, dass das subversive in das populäre übergeht, wenn es von vielen entdeckt und in gebrauch genommen wird. und dass die große modeindustrie daran maßgeblich beteiligt ist, auch. in diese logik sind wir westler doch genauso befangen, wie mit dem essen, das wir kaufen (müssen) oder den verkehrsmitteln, auf die wir angwiesen sind.

gleichsam als bestätigung und als hohn scheint die modeindustrie mit dem individualitätsbedürfnis der einzelnen zu spielen, indem sie jedem seinen stil verspricht, der ganz der ausdruck seiner persönlichkeit sein soll. unter dem schutzmantel des so beschworenen individualismus steckt nichts als kalkulierter und verodneter konsens. und gerade die auffälligen sind es doch, die sich letzten endes durch ihre vermeintlichen alleinstellungsmerkmale am meisten gleichen.

welche äußerung bleibt dem unzeitgemäßen heutzutage? stilanarchie? hartz-IV-look? stoisches ignorieren?

Tom hat gesagt…

@maria magdalena:
So wie ich es verstehe, geht es den weiter oben postenden nicht ums Auffallen. Eher im Gegenteil, sie wollen ja einfach nur in Ruhe die Klamotten anziehen, die ihnen gefallen.

Deswegen müssen ja nicht plötzlich alle ausgefallene Klamotten tragen, aber einige wünschen sich mehr Akzeptanz dafür.

(Sicherlich gibt es auch Leute die durch Klamotten auffallen wollen, was auch nicht schlimm ist, aber deswegen tragen ja nicht alle aus diesem Grund solche Klamotten) *argh* was für ein wirrer Satz, ich hoffe man kann verstehen, was ich damit sagen will :)

Anna hat gesagt…

So, jetzt bin ich endlich mal dazu gekommen, meine kleinen zu fotografieren.

Die pinken Schuhe:
http://www.imgimg.de/bild_CIMG499562f18581JPG.jpg.html

Die Brillen:
http://www.imgimg.de/bild_CIMG4996fc91b0e8jpg.jpg.html

http://www.imgimg.de/bild_CIMG500009c254ecJPG.jpg.html

leider kann man nich so gut erkennen, dass die braune Brille - die in der Mitte - nicht nur braun, sondern braun-glitzernd ist ;-)
Hach, ich liebe sie!

Nina hat gesagt…

Super Anna! Bekomme direkt gute Laune beim Anblick der Schuhe! Wow, viele Brillen! Aber der Form bleibst Du treu, genauso wie KRASS! , nicht wahr? ;O) Danke für die Fotos!